| Sie ist jung, sie ist schon, und sie ist stolz – ihr Vater, der alte Graf und Patriarch Benno von Waldenburg, wei? genau, warum er seine Lieblingstochter dazu auserkoren hat, die Herrin auf Schloss Waldenburg zu werden. Es ist die gro?e Uberraschung, die er auf der herrlichen Feier anlasslich seines 60. Geburtstags verkundet. Sie fuhrt zum Eklat – denn sein ma?loser, ungeratener Stiefsohn Ingo denkt gar nicht daran, auf seine Anspruche zu verzichten. Er will vor Gericht klagen. Die grafliche Familie wird unruhige Zeiten erleben. Aber Die junge Grafin geht unbeirrt ihren Weg – ihr naturlicher Charme, ihre Ausstrahlung, ihr Esprit machen sie zu einer wundervollen, von der Mannerwelt umschwarmten Frau. Niemand kann ihr widerstehen, wahrend sich Die junge Grafin herzensgut, doch auch sehr wahlerisch zeigt. Denn sie wei?, was sie will – und auch, wen sie will. Die junge Grafin ist eine Familiensaga, die ihresgleichen sucht. Die Erfolgsschriftstellerin Michaela Dornberg, bestens bekannt als Autorin der beliebten Serien Die Fahrenbachs und Der neue Sonnenwinkel, zieht alle Register. Die junge Grafin ist eine weit herausragende Figur, ein uberzeugender, zum Leben erwachender Charakter – einfach liebenswert. "Du bist verruckt", murmelte Alexandra leise vor sich hin, «total verruckt.» Sie warf einen Blick in den Ruckspiegel. Der schwarze Sportwagen folgte ihr in immer gleichbleibenden Abstand, ob sie nun beschleunigte oder vom Gas herunterging. Worauf hatte sie sich da nur eingelassen? Schon, der Fahrer dieses Wagens hatte ihr die Vorfahrt genommen. Es ware beinahe zu einem Frontalzusammensto? gekommen. Beinahe. Ihr war nichts passiert, an ihrem Auto war kein Schaden entstanden, es hatte nicht einmal einen Kratzer abbekommen, und bei diesem Fremden verhielt es sich ebenso. Fahrer und Auto waren nichts passiert. Sie hatten sich zunicken konnen, waren normalerweise in ihre Fahrzeuge gestiegen und weitergefahren. Sie hatte vielleicht rasch ein Gebet zum Himmel geschickt und sich dafur bedankt, dass ihr nichts geschehen war. Warum, zum Teufel, hatte sie seine Einladung angenommen, mit ihm einen Kaffee zu trinken? Weil er so unverschamt gut aussah? Weil er nicht nur eine gewinnende Art, sondern wunderschone Augen hatte, an deren Farbe sie sich nicht einmal mehr erinnern konnte. Waren Sie grau gewesen? Oder blau? Braun auf keinen Fall, das wusste sie genau. Wie auch immer, ob grun, schwarz, wei? oder kariert. Warum zerbrach sie sich eigentlich den Kopf deswegen? |