Скачать книгу - Die gro?en Western 113


Diese Reihe prasentiert den perfekten Westernmix! Vom Bau der Eisenbahn uber Siedlertrecks, die aufbrechen, um das Land fur sich zu erobern, bis zu Revolverduellen – hier findet jeder Westernfan die richtige Mischung. Lust auf Prarieluft? Dann laden Sie noch heute die neueste Story herunter (und es kann losgehen).
Sheriff Howard Costontino wanderte uber die Gehsteige durch den Herbstnebel, der so dicht war, dass man kaum zwei Schritt weit sehen konnte. Es mochte noch eine Stunde dauern, ehe die Nacht uber Trail City hereinbrach, aber an vielen Stellen brannten schon Lichter. Sheriff Howard Costontino war ein Mann mit einem Gesicht wie aus Erde. Er trug den Stern des Gesetzes auf der linken Seite seiner Weste, die von einer grauen Cordjacke verdeckt war. Auf den ersten Blick hatte man ihn fur einen jener schwerfalligen Siedler halten konnen, die am Ufer des Crazy Woman Creek wohnten. Wenn man aber genauer hinsah, konnte man nicht ubersehen, dass die Bewegungen dieses Mannes alles andere als schwerfallig waren. Sheriff Howard Costontino trug unter der Jacke einen Revolver, und jeder im Crazy Woman Valley wusste, dass er damit umzugehen verstand. Unter einer Laterne blieb er stehen. Wahrend er eine Zigarette drehte, lauschte er dem Larm, der aus den drei Saloons der Stadt drang. Irgendwo aus dem Nebel hallten sporenklirrende Schritte und grolendes Gelachter zu ihm heruber. Hammerschlage hallten dumpf gegen eine Holzwand. Er horte Reiter in die Stadt kommen, sah die schwimmenden Umrisse ihrer Gestalten kurz aus dem Nebel auftauchen und wieder verschwinden. Bedachtig zog Sheriff Costontino den wurzigen Rauch ein und verstaute das Rauchzeug wieder in die Tasche. Er griff in die Hemdtasche, entfaltete ein Telegramm, studierte den Text zum hundertsten Male und steckte es wieder ein. Da hatte also einer in Rawlins die Bank uberfallen, einen Kassierer erschossen und sechstausend Dollar abgehoben, die ihm nicht gehorten. Und dieser Mann, der als gro?, blond und grauaugig beschrieben wurde, sprach texanischen Dialekt und hatte eine Narbe im Gesicht. Costontino spuckte in den Nebel. Was die sich in Rawlins dachten. Morgen war in Trail City Rodeo, und kein Reiter im Umkreis von hundert Meilen wurde versaumen, hierherzukommen. Sei es, um die begehrten Preise zu gewinnen oder auf andere Art an Geld zu kommen.